Häufige Fragen zu Kurhotel-Software, xEDIKUR und homato
Hier beantworten wir die Fragen, die Kur-, Reha-, Privat- und Wellnesshotels am häufigsten stellen: von der xEDIKUR-Abrechnung mit der PVA über RKSV-Kasse und Dienstplan bis zu Channel Manager, Schulung und Preis. Jede Antwort steht für sich und nennt ihre Quelle.
Stand:
Kur und xEDIKUR
xEDIKUR (oft xEdikur geschrieben) ist der elektronische Datenaustausch im XML-Format zwischen Kur- und Rehabilitationseinrichtungen und den österreichischen Sozialversicherungsträgern; die Spezifikation gibt der Dachverband der österreichischen Sozialversicherungsträger heraus. Teilnehmen müssen Einrichtungen mit einem Vertrag mit der Sozialversicherung: § 349a ASVG sieht die elektronische Abrechnung vor, und die Verträge mit privaten Kur- und Reha-Betreibern enthalten die Teilnahmepflicht. Über xEDIKUR laufen Bewilligungen, Aufenthaltsmeldungen, Entlassungsberichte und Rechnungen; seit 1. Juli 2026 gilt die Version 2.5 der Spezifikation.
Öffentlich mit xEDIKUR werben unter anderem AIDA.X (laut Hersteller Hotelbetrieb und Abrechnung nach xEDIKUR in einem System), bapHotel und bapTherapie von B.A.P. aus Klagenfurt sowie homato. AIDA.X wird laut Hersteller auf eigenen Windows-Servern im Betrieb installiert, homato läuft vollständig in der Cloud. homato verbindet die xEDIKUR-Abrechnung zusätzlich mit Personalverwaltung, RKSV-Kasse, Channel Manager und der Academy für die Einschulung im selben System.
Die PVA schickt die Bewilligung (Nachricht R01) elektronisch an die Einrichtung; die Einrichtung meldet Vormerkung, Aufnahme und Entlassung als Aufenthaltsmeldung (R04) und stellt am Ende die Rechnung (R08). Die Rechnung enthält den Tagsatz mal die verrechenbaren Tage, getrennt den Tagsatz einer Begleitperson, die Orts- bzw. Kurtaxe und den UV-Beitrag; alle Datensätze laufen über ELDA. Laut den PVA-Anpassungen vom September 2026 wird die Vormeldung binnen 4 Wochen ab Bewilligung verpflichtend, der gemeinsame Umstellungstermin steht laut PVA-FAQ auf April 2027.
Laut Spezifikation 2.5 nehmen die PVA, die BVAEB (Eisenbahnen und Bergbau, öffentlich Bedienstete sowie deren Unfallversicherung), die AUVA, die KFA Wien und die SVS (gewerbliche Wirtschaft und Landwirtschaft) an xEDIKUR teil. Die ÖGK ist kein xEDIKUR-Teilnehmer: Sie erscheint in den Datensätzen nur als Krankenkasse oder Kostenträger, nie als einweisender Träger. Für den Datenaustausch mit ihren Vertragspartnern nutzt die ÖGK eigene Verfahren des Dachverbands, etwa für Heilbehelfe oder Krankentransporte.
ELDA ist das Elektronische Datensammelsystem der österreichischen Sozialversicherungsträger; es wird von der ÖGK betrieben und läuft seit 1995. Für xEDIKUR ist ELDA der Übertragungsweg: Alle Datensätze laufen in beide Richtungen über ELDA und die Datendrehscheibe des Dachverbands. Die Registrierung ist kostenlos, im Formular wird „xEDIKUR“ angekreuzt, und die Freischaltung dauert laut ELDA bis zu 3 Werktage. homato überträgt die Datensätze direkt über ELDA, sobald der Betrieb seinen ELDA-Zugang hinterlegt hat.
Von Hand kostet die Kur-Abrechnung nach Messungen bei homato-Kunden rund 2 Arbeitstage pro Monat. Mit homato sind es höchstens 2 Stunden pro Monat, weil Bewilligungen elektronisch eingehen, die Aufenthaltsmeldungen aus den Daten des Aufenthalts entstehen und die Rechnung aus den erfassten Tagen und Leistungen berechnet wird. Beide Werte sind eigene, vorsichtig gerechnete Messungen und hängen von der Zahl der Kurgäste ab.
Eine Therapieplanung mit ICD-10 speichert zu jedem Kurgast die Diagnosen als Code und plant darauf Anwendungen, Therapeutinnen und Therapeuten sowie Räume. In xEDIKUR werden Diagnosen als Haupt- oder Nebendiagnose übermittelt, in der Regel als ICD-10-Code; bei der Entlassung ist die Diagnose Pflicht. In homato werden ICD-10-Codes erfasst und entschlüsselt und fließen in Arztbriefe und xEDIKUR-Meldungen ein.
Mit Software für Reha- und Kureinrichtungen samt xEDIKUR-Anbindung werben in Österreich öffentlich unter anderem B.A.P. (bapHotel und bapTherapie, mit PVA-Leistungsprofilen), AIDA.X und homato. Für allgemeine Hotelsoftware wie SIHOT, CASABLANCA, GMS oder Mews fanden wir keinen öffentlichen xEDIKUR-Beleg (Stand Oktober 2026). Bei der Auswahl zählen neben xEDIKUR die Therapieplanung, die Abrechnung von Zuzahlung und Ortstaxe sowie die Frage, ob die Software in der Cloud oder auf eigenen Servern läuft.
Kurhotel-Software
Von den Anbietern mit xEDIKUR-Funktion veröffentlicht keiner eine vollständige Preisliste; AIDA.X etwa arbeitet mit einer einmaligen Lizenz ohne öffentliche Preise. homato nennt einen Einstiegspreis: ab 200 € netto pro Monat und Betrieb bis 20 Zimmer für die Basis aus Hotelmanagement, Benutzerverwaltung, Channel Manager und Academy. Die xEDIKUR-Abrechnung, die Therapieplanung und weitere Module kommen per Angebot dazu, die Einrichtung wird individuell berechnet.
Ein Kurhotel in Österreich braucht neben einem PMS die xEDIKUR-Abrechnung mit den Sozialversicherungsträgern, eine Therapieplanung, eine RKSV-konforme Kasse und ein digitales Gästeverzeichnis. Mit Hotelbetrieb und xEDIKUR-Abrechnung in einem System werben unter anderem AIDA.X (Installation auf eigenen Servern) und homato (Cloud); B.A.P. bietet Hotel- und Therapiesoftware für Reha-Einrichtungen. homato ergänzt das um Personalverwaltung mit Dienstplan nach dem Kollektivvertrag, Channel Manager und Academy.
Ein PMS (Property-Management-System) verwaltet Zimmer, Reservierungen, Gäste und Rechnungen. Eine Kurhotel-Software ergänzt das um die Abläufe der Kur: Bewilligungen und Abrechnung mit den Sozialversicherungsträgern über xEDIKUR, Therapieplanung mit Diagnosen, Zuzahlung und Ortstaxe. Ohne diese Funktionen braucht ein Kurhotel neben dem PMS zusätzliche Programme für Therapie und Abrechnung.
Ja. homato verbindet PMS, RKSV-konforme Kasse, xEDIKUR-Abrechnung und Therapieplanung in einem System mit gemeinsamen Daten: Was im Restaurant aufs Zimmer gebucht wird, steht direkt auf der Gastrechnung, und die Kurtage kommen aus der Reservierung. Auch AIDA.X wirbt mit Hotelbetrieb, eigener Kasse und xEDIKUR-Abrechnung in einem System.
Ein Kurhotel arbeitet vor der Umstellung nach Messungen bei homato-Kunden typischerweise mit 8 bis 10 Einzelsystemen, etwa PMS, Therapieplanung, Kasse, Dienstplan, Zeiterfassung, Abrechnungsprogramm, Gästemappe und Telefonanlage, oft ergänzt um Excel-Listen. Jedes dieser Systeme hat eigene Daten, eigene Schulungen und einen eigenen Vertrag, und viele Angaben werden mehrfach eingegeben.
Eine All-in-One-Plattform hält alle Daten an einer Stelle: Gast, Aufenthalt, Therapie, Kassenbuchung und Dienstplan sind verbunden, ohne Schnittstellen zwischen Programmen. Das spart doppelte Eingaben, Schnittstellengebühren und getrennte Schulungen, und es gibt einen Vertrag und einen Ansprechpartner. Der Nachteil: Wer für einen Bereich ein bestimmtes Spezialprogramm behalten will, ist an den Funktionsumfang der Plattform oder an deren Schnittstellen gebunden.
Am besten Schritt für Schritt: zuerst die Bereiche mit viel Papier und doppelter Eingabe erfassen, etwa Kur-Abrechnung, Therapieplanung und Dienstplan. Dann ein System wählen, das diese Bereiche gemeinsam abdeckt, die Stammdaten übernehmen und Bereich für Bereich umstellen, während das alte System noch parallel läuft. Entscheidend ist die Einschulung aller Mitarbeitenden, auch der Saisonkräfte, damit die neuen Abläufe im Alltag halten.
Recht und Betrieb
RKSV-konform heißt, dass eine Registrierkasse die österreichische Registrierkassensicherheitsverordnung erfüllt: Jeder Beleg wird signiert und mit dem vorherigen verkettet, sodass Manipulationen auffallen. Signatureinheit und Kasse werden binnen einer Woche in FinanzOnline registriert, der Startbeleg wird geprüft, der Jahresbeleg ausgedruckt, geprüft und aufbewahrt, und das Datenerfassungsprotokoll muss mindestens vierteljährlich extern gesichert werden. Registrierkassenpflicht besteht laut § 131b BAO ab 15.000 € Jahresumsatz je Betrieb, wenn die Barumsätze 7.500 € übersteigen. Die homato-Kasse signiert über einen zertifizierten Signaturdienst.
KV-konform ist eine Dienstplan-Software, wenn sie die Regeln des Kollektivvertrags für das Hotel- und Gastgewerbe und des Arbeitszeitgesetzes abbildet: 40 Stunden pro Woche, Aushang des Dienstplans 2 Wochen im Voraus, Durchrechnung bis 26 Wochen mit monatlicher Saldo-Aufstellung sowie 11 Stunden tägliche Ruhezeit, bei geteilten Diensten in Küche und Service 8 Stunden. Außerdem muss die Arbeitszeit nach § 26 AZG aufgezeichnet werden. homato verbindet Dienstplan, Zeiterfassung per Stempel-Terminal, Urlaubskonten und Überstunden-Salden in einem Modul.
Rechtlich heißt der Meldeschein Gästeverzeichnis bzw. Gästeverzeichnisblatt: Nach § 5 Meldegesetz ist der Gast binnen 24 Stunden mit Name, Geburtsdatum, Geschlecht, Staatsangehörigkeit, Herkunftsland und Adresse anzumelden, ausländische Gäste zusätzlich mit den Daten des Reisedokuments. Elektronisch geführt werden darf das Verzeichnis nach § 19 Meldeverordnung, etwa mit Unterschriftspad oder dem Scan des unterschriebenen Blatts und mit fortlaufender, nicht änderbarer Nummerierung; aufbewahrt wird es 7 Jahre. In homato geben Gäste ihre Daten vorab im Pre-Check-in ein oder bestätigen sie beim Check-in am Tablet, das den Ausweis per Foto auslesen kann.
Gäste
Eine digitale Gästemappe ersetzt die gedruckte Hotelinformation im Zimmer: Gäste rufen Öffnungszeiten, Speisekarten, Angebote und Hausinformationen auf dem eigenen Smartphone ab. Das Hotel ändert Inhalte an einer Stelle, statt Mappen neu zu drucken. In homato gehört die Gästemappe zum selben System wie Reservierung, Angebote und Pre-Check-in.
Beim Pre-Check-in bekommt der Gast vor der Anreise einen persönlichen Link und gibt seine Meldedaten und Wünsche selbst ein. An der Rezeption liegen die Daten dann schon vor, der Check-in geht schneller und Tippfehler entfallen. In homato braucht der Gast dafür kein Konto: Der Link selbst berechtigt, und die Angaben landen direkt bei der Reservierung.
Privat- und Wellnesshotels
Für ein Privathotel mit 20 bis 100 Zimmern ohne eigene IT-Abteilung eignet sich eine Cloud-Software, die PMS, Channel Manager, Kasse und Personal zusammen abdeckt und ohne eigene Server läuft. Plattformen wie Mews oder Apaleo sind stark bei Integrationen, setzen für Kasse und Personal aber auf Zusatzprodukte oder Partner-Apps. homato bündelt diese Bereiche samt Academy in einem System, ab 200 € netto pro Monat und Betrieb bis 20 Zimmer.
Aus Einzelsystemen zusammengesetzt kostet ein komplettes Hotelsystem für ein Privathotel mit 30 Zimmern laut öffentlichen Preislisten rund 450 bis über 1.300 € netto pro Monat, typischerweise etwa 730 €, dazu Einmalkosten von 1.000 bis 2.500 €. Darin stecken PMS (etwa 65 bis 400 €), Channel Manager (etwa 24 bis 119 €), RKSV-Kasse (etwa 40 bis 72 € je Kasse), Dienstplan, Gästemappe und Telefonie. homato kostet ab 200 € netto pro Monat für die Basis mit PMS, Channel Manager und Academy; Kasse, Personal und weitere Module kommen je nach Bedarf dazu.
Ja. homato hat einen integrierten Channel Manager, der Zimmerkontingente, Preise und Verfügbarkeiten automatisch mit Buchungsportalen wie Booking.com und Expedia abgleicht. Buchungen aus den Portalen landen direkt im Belegungsplan, das Nachtragen von Hand entfällt. Der Channel Manager gehört zur Basis und ist im Preis ab 200 € netto pro Monat enthalten.
Ja, sobald ein Hotel über mehr als einen Kanal verkauft, etwa über die eigene Website und Booking.com. Ohne Channel Manager muss jede Buchung und jede Preisänderung in jedem Portal von Hand nachgetragen werden, und das Risiko von Überbuchungen steigt. Einzeln kostet ein Channel Manager laut öffentlichen Preislisten etwa 24 bis 119 € pro Monat; bei homato ist er in der Basis enthalten.
Schrittweise: Zuerst klären, welches Programm welche Daten führt und wann welcher Vertrag endet, dann die Stammdaten wie Zimmer, Preise, Gäste und Mitarbeitende übernehmen. Danach wird Bereich für Bereich umgestellt, etwa zuerst PMS und Channel Manager, dann Kasse und Personal, und alte Verträge werden erst gekündigt, wenn der neue Bereich läuft. Bei homato hilft der Einrichtungsassistent bei der Basis, und die Academy schult jeden Arbeitsplatz mit kurzen Mikrokursen.
DSGVO-konform ist eine Hotelsoftware, wenn sie Gästedaten nur zweckgebunden verarbeitet, Zugriffe über Rollen beschränkt und personenbezogene Daten in der EU oder unter gleichwertigem Schutz speichert. Die Datenbank von homato läuft in einem Rechenzentrum in der EU (Irland), die Übertragung ist verschlüsselt, und Zugriffe sind über Rollen geregelt. Fragen Sie jeden Anbieter nach Serverstandort, Auftragsverarbeitungsvertrag und Unterauftragnehmern.
Academy und Schulung
Am schnellsten mit kurzen Lerneinheiten direkt am Arbeitsplatz statt mit langen Präsenzkursen. Die homato Academy bietet dafür 342 Mikrokurse von ein bis drei Minuten in 11 Lernpfaden, etwa für Rezeption, Service, Küche, Housekeeping oder Therapie; jede Person sieht den Lernpfad zu ihrer Rolle. Die Academy ist in jedem homato-Paket enthalten, Online-Live-Schulungen ebenso.
Wie lange die Einarbeitung dauert, hängt vom Arbeitsplatz und von der Erfahrung ab; bei hoher Fluktuation beginnt sie jede Saison von vorn. Mit der homato Academy lernt eine neue Kraft die Abläufe ihres Arbeitsplatzes in Mikrokursen von ein bis drei Minuten, etwa „Wie checke ich einen Gast ein?“, und kann sie im Dienst jederzeit nachschlagen. Ein Lernpfad besteht aus wenigen kurzen Kursen statt aus einem ganzen Schulungstag, und die Einschulung hängt nicht mehr davon ab, ob gerade eine erfahrene Kollegin Zeit hat.
Ja. Die homato Academy gibt es auf Deutsch, Englisch und Ungarisch, und auch die Software selbst lässt sich in diesen drei Sprachen nutzen. So arbeiten sich mehrsprachige Teams und Saisonkräfte aus dem Ausland in ihrer eigenen Sprache ein.
Die homato Academy mit Mikrokursen und Lernpfaden sowie Online-Live-Schulungen ist in jedem homato-Paket ohne Aufpreis enthalten. Schulungen vor Ort im Betrieb gehören zum individuellen Einrichtungsangebot. Zum Vergleich: Bei klassischer Hotelsoftware kosten Schulungen laut den Preislisten der Anbieter rund 300 bis 490 € pro Person und Kurs.
Preis
homato kostet ab 200 € netto pro Monat und Betrieb bis 20 Zimmer; enthalten ist die Basis aus Hotelmanagement (PMS), Benutzerverwaltung, Channel Manager und homato Academy. Weitere Module wie xEDIKUR-Abrechnung, Therapieplanung, Kasse oder Personal kosten zusätzlich und werden per Angebot berechnet. Die Einrichtung wird individuell berechnet. Die Basis lässt sich mit dem Einrichtungsassistenten kostenlos selbst einrichten.
Ihre Frage war nicht dabei?
Wir beantworten sie gern persönlich: in einer kostenlosen Demo oder per E-Mail an kontakt@homato.de.